© wetter24.de

Wissenswertes

Die Stadt Markgröningen liegt 25 nordwestlich von Stuttgart im Landkreis Ludwigsburg. Weit über die Stadtgrenzen hinaus ist Markgröningen durch seinen alljährlich stattfindenden Schäferlauf bekannt. Doch bietet die Stadt weitaus mehr als dieses Traditionsfest. Sehenswert ist besonders der mittelalterliche Stadtkern mit verträumten Gassen und zahlreichen Fachwerkbauten.

Besonders beeindruckend sind der Marktplatz mit seinem 1440/41 errichteten Rathaus, die "Finstere Gasse" und der Wimpelinhof (Stadtarchiv) neben dem Oberen Torturm. Weitere interessante Gebäude der Innenstadt sind auch der Fruchtkasten, die Bartholomäuskirche und das Spital mit Spitalkirche.

Wappen Saint-Martin-de-Grau

Seit 1989 unterhält die Stadt Markgröningen eine Städtepartnerschaft mit St. Martin de Grau ins Südfrankreich.

Markgröningen hat derzeit ca. 14.511 Einwohner (Stand: 31.12.2005) und besteht noch aus den Teilorten Unterriexingen und Talhausen. Weitere Gemeinden in der näheren Umgebung sind Asperg, Möglingen, Schwieberdingen und Tamm.

Die Stadt verfügt über alle Schularten sowie eine Staatliche Schule für Körperbehinderte.

Wichtige Verkehrswege wie die A81 (Stuttgart-Heilbronn) und A8 (München/Karlsruhe) sind schnell erreichbar.

Markgröningen ist über 3 Buslinien mit den Nachbarorten verbunden. Weitere Informationen erhalten Sie beim Verkehrsverband Stuttgart (VVS) und der Regional Bus Stuttgart.

In den Nachbarorten Asperg und Tamm (jeweils ca. 5 km) befinden sich S-Bahn-Haltestellen, In Bietigheim und Ludwigsburg halten verschieden Züge der Deutschen Bahn. Der Flughafen Stuttgart ist ca. 35 km entfernt.

360°-Ausblick über den Marktplatz.

360°-Ausblick am Oberen Tor

Historisches

Die urkundliche Ersterwähnung (unter dem Namen Grüningen) stammt vom Jahr 779. Noch heute wird die Stadt umgangssprachlich Gröningen genannt. Die Vorsilbe Mark stammt von der Grenzlage an der fränkisch-alemannischen Mark, die in diesem Bereich mit der Bistumsgrenze übereinstimmt. Historisch von Bedeutung ist Markgröningen, weil das Grüninger Reichslehen dem Träger der Reichssturmfahne vorbehalten war. 1252 hatte dieses Amt Graf Hartmann II. von Grüningen aus dem Haus Württemberg inne, der sich die vermutlich um 1240 zur Freien Reichsstadt erhobene Stauferstadt mit ehemaliger Königspfalz aneignete und ausbaute. Gegen den erbitterten Widerstand des Grafen brachte König Rudolf von Habsburg die Stadt 1280 wieder in Reichshand. Im Jahre 1336 gelangten die Württemberger Grafen allerdings endgültig in den Besitz von Grüningen mitsamt der Reichssturmfahne, die sie ab 1495 auch als Herzöge in ihr Wappen übernahmen. Die ehemalige Reichsburg bauten sie zum Residenzschloss um. Unter Graf Eberhard im Bart erlebte die Stadt im 15. Jahrhundert nochmals eine Blütezeit. Ihre Bürger verfügten über das höchste Durchschnittsvermögen in ganz Württemberg. Wegen sozialer Spannungen kam es 1514 im Zuge des "Armen Konrad" allerdings zum Aufruhr gegen die vom Hause Volland dominierte "Ehrbarkeit". Unterstützung erfuhr die Unterschicht durch Stadtpfarrer Dr. Rainhard Gaißlin.

Im Dreißigjährigen Krieg verzeichnete die Stadt starke Zerstörungen und große Bevölkerungsverluste. Residenz und Oberamt gingen im 18. und nach zähem Ringen endgültig im 19. Jahrhundert auf das neu errichtete Ludwigsburg über, weshalb Stadt und Kreis Ludwigsburg heute die Reichssturmfahne im Wappen führen.

Zwei fragwürdige Modernisierungswellen um 1830 und um 1970 kosteten die Stadt einen beträchtlichen Teil ihrer außergewöhnlichen historischen Bausubstanz.

Seit dem 19. Jahrhundert liegt die Stadt im Schatten der benachbarten Residenz- und Kreisstadt Ludwigsburg und hat nur wenig Industrialisierung (Textil, Werkzeug- und Maschinenbau). Es fehlen Eisenbahn- und Fernstraßenanschlüsse. Der damalige Rat der Stadt hat der Eisenbahn den Zugriff auf Markgröninger Grund versagt. Die Bahn wurde daraufhin über Bietigheim (dadurch historische Eisenbahnbrücke) gelegt. Zur Strafe für diesen Fehler bettelte der Rat dann 70 Jahre um einen Bahnanschluss der ihr kaum 60 Jahre später wieder genommen wurde.

Seit 1973 zählt auch die ehemals selbstständige Gemeinde Unterriexingen zur Stadt. Hier mündet die Glems in den Fluss Enz.

Quelle: Wikipedia (Stand 23.08.2006)